Bundestag beschließt Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente – „Die SPD bekämpft Altersarmut zielgenau“ – Rentenexperte Martin Rosemann lobt Gesetz von Ministerin Nahles

(01.06.2017) Der Deutsche Bundestag hat wichtige Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente beschlossen, wie der Tübinger SPD-Rentenexperte Martin Rosemann erklärt. Erwerbsminderung sei eine zentrale Ursache für Altersarmut, so Rosemann. „Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr oder nur noch in Teilzeit arbeiten kann, braucht die Unterstützung der Solidargemeinschaft. Mit einer verbesserten Erwerbsminderungsrente setzen wir hier zielgenau an.“

Verlängerung der Zurechnungszeit sorgt für höhere Renten

Mit dem jetzt beschlossenen Gesetz wird erneut die so genannte Zurechnungszeit erhöht, und das stufenweise bis 2024 um 3 Jahre auf 65 Jahre. „Dies wirkt sich positiv auf die tatsächlich ausgezahlte Rente aus“, so Martin Rosemann. „Bei der Berechnung der Rente wird davon ausgegangen, dass man mit dem bis zur Erwerbsminderung erzielten Durchschnittseinkommen drei Jahre länger als bisher weitergearbeitet hat“, erläutert Rosemann die Maßnahme. Die Zurechnungszeit war auf Initiative der SPD bereits im Rentenpaket von 2014 erhöht worden.

„Die Bekämpfung von Altersarmut bleibt weiterhin ein zentrales Anliegen für die SPD“, ergänzt Martin Rosemann. Von den jetzt beschlossenen Verbesserungen könnten bundesweit etwa 170.000 Personen profitieren, so Rosemann abschließend.