CureVac: „Gesundheit First“ statt „America First“

Der Vorsitzende der SPD-Landesgruppe Baden-Württemberg und Tübinger Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann zur Debatte um die Tübinger Firma CureVac und einen möglichen Impfstoff gegen den Corona-Virus:

„Die Stellungnahme von CureVac zu Donald Trumps mutmaßlichem Versuch sich einen möglichen Impfstoff exklusiv zu sichern, begrüße ich sehr. Unsere Antwort auf solche spalterischen Versuche kann nur sein: „Gesundheit First“, statt „America First“. Ein solcher Impfstoff muss allen zugänglich sein.

Ich kenne und schätze das Unternehmen sehr. Ihre Reaktion auf die Anwerbungsversuche von Trump, zeichnet sie und ihr Verantwortungsbewusstsein für die Gesellschaft aus.

In diesem Tagen zeigt sich, dass man eine solch kritische Situation nur mit kühlem Kopf, Zusammenhalt und Solidarität meistern kann. Hier sticht nicht der eine den anderen aus – im Gegenteil: nur gemeinsam schaffen wir das!

Ich freue mich über die vielen Hilfsangebote – sei es in Hausgemeinschaften, von Verbänden, Kommunen oder Landkreisen, mit Einkaufshilfen, Hilfshotlines oder unbürokratischen Testzentren, die gerade aus dem Boden gestampft werden.

Auch Unternehmerinnen und Unternehmern, die unsicheren Zeiten entgegensehen, möchte ich Mut machen: Wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil angekündigt haben, unterstützt die Bundesregierung die Wirtschaft umfassend mit einem milliardenschweren Schutzschild, steuerlichen Liquiditätshilfen und Instrumenten wie dem Kurzarbeitergeld. Wichtig ist nun, dass Beschäftigte, die ihre Kinder betreuen müssen, maximale Flexibilität bekommen und Löhne auch weiterhin fortgezahlt werden. Dafür möchte ich nochmal werben.

Wenn jede und jeder seinen Teil beiträgt und wir als Gesellschaft zusammenhalten, dann werden wir auch das Corona-Virus erfolgreich überstehen!“