Den Pflegeberuf stärken – die neue Pflegeausbildung kommt!

Der Bundestag hat jetzt endgültig den Weg für die Reform der Pflegeausbildung freigemacht. Die jetzt verabschiedete Ausbildungs- und Prüfungsverordnung regelt die Umsetzung durch die Schulträger und Ausbildungsbetriebe, nachdem im letzten Jahr mit dem Pflegeberufereformgesetz die berufsrechtlichen Grundlagen für die neue Ausbildung gelegt wurden.

„Endlich steht der längst überfälligen Weiterentwicklung der Pflegeberufe nichts mehr im Wege“, freut sich der Tübinger SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann. „Die Rechtsverordnung beinhaltet genaue Vorgaben für die künftig zusammengelegte Ausbildung in der Kinderkranken-, Kranken- und Altenpflege und schafft die Voraussetzung, damit die neue Pflegeausbildung pünktlich zum 01.01.2020 starten kann.“ Die neue Verordnung sehe vor, die Schwerpunkte Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege in der generalistischen Ausbildung zu vertiefen und an aktuelle pflegewissenschaftliche Standards anzupassen. „Der SPD geht es dabei um noch mehr: Die neue Ausbildung trägt dazu bei, endlich ungerechte Gehaltsunterschiede zwischen Alten- und Krankenpflege abzubauen“, erklärt Rosemann.

Mehr noch: Mit der neuen Pflegeausbildung werde das Schulgeld endlich bundesweit abgeschafft, außerdem werde in Zukunft eine angemessene Ausbildungsvergütung gewährleistet. „Das bedeutet nicht nur die Aufwertung eines ganzen Berufszweigs, sondern endlich hängt die Möglichkeit, eine Pflegeausbildung zu absolvieren, nicht mehr vom Geldbeutel der Auszubildenden ab“, so Rosemann.

Auch für Tübingen als großer Klinikstandort ist die Verbesserung der Pflegesituation insgesamt von großer Bedeutung. Zur Pflegeausbildung mache man sich deshalb nicht zufällig in Tübingen schon länger Gedanken. Beispielhaft dafür stünden die ab dem kommenden Wintersemester neu geschaffenen 60 Studienplätze im Pflege- und Hebammenwesen, wodurch in Kooperation mit der Hochschule Esslingen erstmals eine Hochschulausbildung angeboten werde. „Tübingen macht es vor: Pflegeberufe werden aufgewertet, fit für die Zukunft gemacht und das Berufsbild wird deutlich attraktiver – eine Grundvoraussetzung, um den Fachkräftemangel zu überwinden“, so Rosemann.

Unverzichtbar sei es, dass Politik und die Akteure in der Pflege zusammenarbeiteten. Das gelte nicht nur für Pflegeschulen und Hochschulen. „Um die geplante Konzertierte Aktion Pflege gut umsetzen zu können, müssen deshalb auch in Tübingen vor Ort alle Akteure an einem Strang ziehen“, so Rosemann abschließend.