Deutscher Betriebsräte-Preis: Betriebsrat der Siemens AG Tübingen nominiert

Martin Rosemann: „Verdiente Nominierung: Hier haben die Beschäftigten selbst den Strukturwandel in die Hand genommen – anstatt über ihre Köpfe hinweg entscheiden zu lassen.“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann ist begeistert, dass der Betriebsrat der Siemens AG Tübingen, für ihr zukunftsweisendes Projekt zum Strukturwandel für den Deutschen Betriebsräte-Preis nominiert ist: „Sie haben es sich auch mehr als verdient!“

Die Kolleginnen und Kollegen bei Siemens haben gezeigt, wie man es machen müsse, betont das Gewerkschaftsmitglied Rosemann: „Sie haben angepackt, als es darum ging ihre Produktion 2017 weg von Tübingen zu verlagern und dem Unternehmen bewiesen, dass die Beschäftigten gemeinsam ihren Standort durch Automatisierung und Digitalisierung fit für die Zukunft machen können.“ Siemens in Tübingen habe gezeigt, dass der digitale Wandel so gestaltet werden könne, dass alle davon profitieren und dadurch auch die Jobs von morgen gesichert seien.

„Anstatt andere über ihre Köpfe hinweg entscheiden zu lassen, hat der Betriebsrat mit den Beschäftigten selbst an die 70 Projekte angestoßen, wie man Automatisierung und Digitalisierung sinnvoll einsetzen und dadurch das Tübinger Werk sichern kann. Und das mit dem Wissen, dass sich durchaus Arbeitsplätze verändern oder sogar wegfallen – aber die Beschäftigten haben es selbst in der Hand“, so der Arbeitsmarktexperte zum Engagement der Beschäftigten vor Ort: „Solcher Einsatz hat den Deutschen Betriebsräte-Preis auch verdient!“

Das Projekt des Siemens Betriebsrats Tübingen ist eins von zwölf aus ganz Deutschland, das für die Preisverleihung am Deutschen Betriebsräte-Tag im November nominiert ist. Schirmherr des Preises sei Arbeitsminister Hubertus Heil, so Rosemann: „Projekte die beim Betriebsräte-Tag prämiert werden, sind immer auch ein Fingerzeig auf Themen, die in den Betrieben aktuell anstehen. Gerade für mich als Arbeitsmarktpolitiker ist spannend zu sehen, welche Lösungswege Beschäftigte einschlagen und wie Transformationsprozesse in der Arbeitswelt erfolgreich gemeistert werden“, betont Rosemann, der in der SPD-Bundestagsfraktion für das Thema Arbeit 4.0 verantwortlich ist. Verliehen wird der Preis im alten Bundestagsgebäude in Bonn.