Deutsches Ja für Glyphosat-Zulassung ist ein „Vertrauensbruch erster Güte“

(28.11.2017) Nach der erneuten Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat durch die EU hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann CDU und CSU für ihr Vorgehen scharf kritisiert. Die SPD hatte sich innerhalb der Bundesregierung unmissverständlich gegen die Zulassung ausgesprochen. Damit hätte sich Deutschland enthalten müssen. Entgegen der klaren Absprache hat Landwirtschaftsminister Schmid (CSU) dennoch mit „Ja“ gestimmt. Dies sei ein „Vertrauensbruch erster Güte, den Frau Merkel zu verantworten hat“, so Rosemann.

Martin Rosemann: „So funktioniert die Zusammenarbeit nicht“

„Offensichtlich ist die Kanzlerin unfähig oder unwillig, ihre eigenen Leute im Griff zu halten“, so Rosemann weiter. „Ein Minister, der so offensichtlich gegen Absprachen innerhalb der Regierung verstößt, gehört auf der Stelle entlassen. Stattdessen kommt von Angela Merkel mal wieder nur betretenes Schweigen. So kann man nicht agieren, wenn man mit uns über eine Große Koalition verhandeln will“, ergänzt der SPD-Abgeordnete.

„CDU und CSU setzen die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger aufs Spiel“

Die SPD habe sich immer gegen die Nutzung von Glyphosat ausgesprochen, weil damit gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung einhergingen. „Glyphosat gilt als wahrscheinlich krebserregend“, so Martin Rosemann weiter. „Mit ihrer eigenmächtigen Zustimmung macht sich die Union zum Büttel des Herstellers Monsanto und setzt fahrlässig die Gesundheit der Bevölkerung aufs Spiel.“