Die Jugend von heute – die PolitikerInnen von morgen

Martin Rosemann: „Der 19-Jährige David Grasveld vertritt Tübingen beim Planspiel Jugend und Parlament in Berlin“

Der 19-jährige David Grasveld wurde von dem SPD-Bundestagsabgeordneten Martin Rosemann dieses Jahr zu Jugend und Parlament in das Planspiel des Deutschen Bundestages entsendet. Gemeinsam mit 355 Jugendlichen aus ganz Deutschland durfte er drei Tage lang Bundestagsabgeordneter spielen. „Es war super, aber viel stressiger als erwartet: Von Sitzung zu Sitzung ohne Pause“, so habe er den Job im Bundestag nicht erwartet, sagte Grasveld. Trotzdem überlege er nach den drei Tagen im Bundestag vielleicht auch mal Abgeordneter zu werden, so der frisch gebackene Abiturient halb scherzend nach dem Planspiel.

„Hautnah den Bundestag erleben, das trifft Jugend und Parlament auf den Punkt“, so der Bundestagsabgeordnete. Wie im wahren parlamentarischen Leben finden Ausschuss- und Fraktionssitzungen statt, Gesetzesinitiativen werden erarbeitet und natürlich im Plenum diskutiert. Fürs Leben nehme man jedoch etwas anderes mit, betont Rosemann: „Jugendliche erfahren hier am eigenen Leib, wie schwer manche Kompromisse sind und wie hart man um Mehrheiten kämpfen muss. Das ist eine einmalige Erfahrung, die man nicht in der der Schule vermittelt bekommt oder in der Zeitung liest. „Doch das zeichnet unsere Demokratie aus und das muss man lernen“, weshalb Rosemann das Planspiel jedes Jahr unterstütze.

In der Partei Engagement und Verantwortung war der Tübinger Schüler federführend bei einer Gesetzesinitiative zu einer EU-geführten Militäroperation in dem fiktiven Staat Sahelin verantwortlich. In den heiligen Hallen des Bundestages, in den richtigen Fraktionssäalen und mit einen eigenen Hausausweis im Bundestag unterwegs gewesen zu sein, das war sein Highlight. Auch der Unionsstreit, die Kamerateams und die lauernde Presse, waren spannend für den Schüler der Geschwister-Scholl-Schule.