„Ehe für Alle ist überfällig“ – Martin Rosemann stimmt für Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare

(30.06.2017) Der Tübinger SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann hat heute im Bundestag für die „Ehe für Alle“ gestimmt. Mit dem mehrheitlichen Votum der Abgeordneten für dieses Gesetz können in Zukunft auch gleichgeschlechtliche Paare heiraten. „Damit beenden wir endlich die Diskriminierung homosexueller Paare“, so Rosemann. „Die SPD kämpft seit Jahren für die volle rechtliche Gleichstellung Homosexueller und hat sich jetzt trotz aller Widerstände von CDU/CSU durchsetzen können.“

„Wenn zwei Menschen gegenseitig Verantwortung übernehmen, in guten wie in schlechten Zeiten füreinander da sind und sich zu ihren gemeinsamen Rechten und Pflichten bekennen, vertreten sie genau die Werte, die in unserer Verfassung zurecht besonderen Schutz genießen“, betont Martin Rosemann. „Daher sollen sie auch die zivile Ehe eingehen dürfen.“

Der SPD-Abgeordnete weist überdies darauf hin, dass über 80 Prozent der Bevölkerung für die Öffnung der Ehe sind.

Kritik an der Rolle Angela Merkels

Martin Rosemann kritisierte zugleich die Rolle der Bundeskanzlerin. „Angela Merkel hat die Ehe für Alle immer abgelehnt. Wenn sie kurz vor der Wahl plötzlich von einer Gewissensentscheidung spricht, ist dies rein taktisch motiviert, um ein unangenehmes Thema vor der Wahl abzuräumen“, so Rosemann. „Merkel ist in dieser Frage eine Getriebene. Man kann ein Land aber nicht durch Schweigen in die Zukunft führen. Politische Führung sieht anders aus.“

„Vorwurf des Koalitionsbruchs ist lächerlich“

Gleichzeitig weist Martin Rosemann die Vorwürfe zurück, die SPD hätte mit der Abstimmung über die Ehe für Alle die Koalitionsvereinbarung gebrochen. „Wir haben das Thema mit Rücksicht auf unseren Koalitionspartner in dieser Wahlperiode 30 mal vertagt. Wenn Frau Merkel diese Frage nun selbst zur Gewissensentscheidung erklärt, gibt es überhaupt keinen Grund, dies in die nächste Legislaturperiode zu verschieben“, so Rosemann.