Ein Jahr Mindestlohn: Martin Rosemann zieht positive Bilanz

Seit dem 1. Januar 2015 profitieren rund 3,7 Millionen arbeitende Menschen und deren Familien vom flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn. Ein Jahr nach dessen Einführung zieht der Tübinger SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann nun eine positive Bilanz des Gesetzes: „Die Fakten sprechen eindeutig für den Mindestlohn. Ich bin stolz, dass die SPD an der Seite der Gewerkschaften diesen wichtigen Schritt hin zu einer gerechteren Ordnung auf dem Arbeitsmarkt durchgesetzt hat und Dumpinglöhne von 4 oder 5 Euro pro Stunde endgültig der Vergangenheit angehören.“

Keines der im Vorfeld entworfenen Horror-Szenarien sei eingetreten: „Nach 365 Tagen steht fest, dass der Mindestlohn eine Erfolgsgeschichte und ein historischer Meilenstein für die soziale Marktwirtschaft ist“, erklärt Martin Rosemann. So habe es keine Jobverluste gegeben, wie von den Mindestlohn-Kritikern behauptet wurde. „Wir haben die niedrigste Arbeitslosenquote seit 24 Jahren. Nur die Zahl der Minijobs ging zurück, bei gleichzeitig deutlich höherem Anstieg der voll sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.“ Dazu komme, dass zehntausende Beschäftigte nicht mehr gezwungen sind, ihren Lohn mit Hartz-IV-Leistungen aufzustocken. Bis August gab es demnach rund 50.000 weniger sogenannte Aufstocker. „Das ist gut für die Beschäftigten, für die ehrlichen Arbeitgeber auch bei uns in der Region und für die Allgemeinheit. Denn ehrliche Löhne bedeuten mehr Steuereinnahmen, mehr Sozialversicherungsbeiträge und mehr Fairness beim Wettbewerb um Aufträge“, so der Volkswirt Rosemann weiter.  „Auch die Wirtschaft profitiert davon, dass die Menschen mehr Geld in der Tasche haben.“ Geringverdiener hätten durch den Mindestlohn einen Lohnzuwachs von rund fünf Prozent. Selten sei die Konsumlaune der Verbraucher besser gewesen.

Die SPD werde weiterhin daran arbeiten, für mehr Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt zu sorgen, etwa durch die nun anstehende Regulierung von Leiharbeit und Werkverträgen, so Martin Rosemann abschließend.