Eines der wichtigsten sozialdemokratischen Vorhaben und gleichzeitig Grund für die Groko – Der Soziale Arbeitsmarkt

„Der soziale Arbeitsmarkt kommt“, erklärt der Tübinger Bundestagsabgeordnete  Martin Rosemann, der für das Gesetz in der SPD-Bundestagfraktion verantwortlich ist, zum Beschluss über das neue Regelinstrument am Donnerstag:

„Der soziale Arbeitsmarkt ist ein Beispiel dafür, warum wir in der Groko sind: Für eine soziale und faire Gesellschaft, die unterstützt, wenn Menschen Hilfe brauchen – einen Sozialstaat als Partner. Mit dem sozialen Arbeitsmarkt setzen wir eines der wichtigsten sozialdemokratischen Vorhaben in dieser Legislatur um.

Es geht in dem Gesetz darum Menschen, die schon lange Arbeit suchen und bisher keine finden konnten, eine neue Chance auf Teilhabe am Arbeitsleben zu bieten. Dazu fördern wir sinnvolle, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bis zu fünf Jahre. Sind Arbeitgeber tarifgebunden  orientiert sich der Lohnkostenzuschuss auch am Tariflohn. Das war mir besonders wichtig und dafür habe ich mich in den Verhandlungen stark gemacht. Hiermit steht und fällt der soziale Arbeitsmarkt, das wurde mir in Gesprächen vor Ort immer wieder bestätigt.

Und die Praxis gibt uns Recht: Nicht nur die Jobcenter, auch die Bundesagentur für Arbeit sowie öffentliche Träger sehen den sozialen Arbeitsmarkt als wichtiges Instrument für Menschen, die bisher nicht von der guten Lage am Arbeitsmarkt profitieren. Das ist auch bei der Diskussion deutlich geworden, die der Tübinger Arbeitslosentreff dazu organisiert hat.

Die Problemlagen in Hechingen sind jedoch andere als in Bochum, deshalb war es mir wichtig, dass das Gesetz auch flexibel genug ist, so dass die örtlichen Jobcenter, regionale Schwierigkeiten anpacken können.

Vor allem freue ich mich, dass wir das vorgelagerte Coaching durchbekommen haben. Das ermöglicht den Jobcentern im Vorfeld gemeinsam mit den Menschen einen passgenauen Arbeitsplatz zu suchen, zu finden und sie bestmöglich auf ihre neue Arbeit vorzubereiten. Wie das aussehen kann, entscheiden auch die Jobcenter vor Ort. Das Tübinger Jobcenter hat hier schon erste Ideen entwickelt, das freut mich natürlich.“