Faire Bezahlung für Kreative

Das Urhebervertragsrecht wird reformiert. Der Gesetzentwurf war am 9. Juni in erster Beratung im Bundestag. Damit werden Urheberinnen und Urheber zukünftig fairer bezahlt. Der Tübinger SPD-Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales Martin Rosemann begrüßt den Vorstoß von Justizminister Heiko Maas: „Bisher waren Kreative, Künstlerinnen und Künstler oft auf sich alleine gestellt und ihnen wurden Verträge und Preise für ihre Werke nach dem Motto „Friss oder stirb“ diktiert. Das ändert sich nun.“

Rund 1,6 Millionen Menschen sind in der Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt, das seien doppelt so viele wie in der Automobilindustrie, betont Martin Rosemann die Bedeutung des Gesetzentwurfes: „Viele Kreative und freiberuflich Arbeitende sind oft hochqualifiziert und sehr gut ausgebildet, bekommen dafür aber vergleichsweise wenig Geld.“ Gute und wichtige Arbeit müsse entsprechend entlohnt werden.

Künstlerinnen und Künstler, aber auch beispielsweise Journalistinnen und Journalisten sollen künftig einen Anspruch haben zu wissen, wo ihre Werke eingesetzt werden und wie viel Geld mit ihnen verdient wird. Nur so könne ein durchschlagender Erfolg der Urheberinnen und Urheber gewürdigt werden und ihnen nachträgliche Bezahlungen zustehen, so Martin Rosemann. Zudem unterstützt das Gesetz „Gemeinsame Vergütungsregeln“ der Kultur- und Kreativbranche. Interessenvertretungen der Branche, die bisher nur wenig Einfluss hatten, werden gestärkt.

„Gute Arbeit muss fair bezahlt werden und ich freue mich, dass wir in der Kultur- und Kreativwirtschaft mit der Gesetzesinitiative den Weg hierfür bereiten“, betont der Tübinger Abgeordnete abschließend. Getan werden müsse hierfür trotzdem noch viel. „Doch daran arbeitet die SPD-Bundestagsfraktion zum Beispiel in der von mir geleiteten Projektgruppe #NeueZeiten, in der wir uns mit alternativen Möglichkeiten der sozialen Absicherung für Selbständige zum Beispiel in der Kulturbranche beschäftigen.“