In der digitalen Zeit: Martin Rosemann besucht Lernfabrik 4.0. in Balingen

Der Bundestagsabgeordnete an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule

„Hier wird Digitalisierung gelernt“, zeigt sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann begeistert von dem Engagement der Philipp-Matthäus-Hahn Schule (PMH) in Balingen. Bei seinem Besuch wurde er von Schulleiter Eugen Straubinger und dem stellvertretenden Schulleiter Martin Schatz durch die 2017 eingeweihten Räume geführt. Das Land Baden-Württemberg hatte insgesamt 1,2 Millionen Euro bereitgestellt, um an 15 Gewerblichen Schulen sogenannten Lernfabriken einzurichten, die PMH-Schule ist eine davon. Der damalige baden-württembergische Wirtschaftsminister Nils Schmid hatte die Lernfabriken ins Leben gerufen. „Baden-Württemberg ist hier Vorreiter und ich bin wirklich fasziniert von den Möglichkeiten, die die Azubis hier in Balingen haben“, betont Rosemann, der für Arbeit 4.0 in der SPD-Bundestagsfraktion zuständig ist.

Martin Rosemann machte deutlich, dass Politik und Wirtschaft hier ein gemeinsames Ziel verfolgen: „Nachwuchskräfte fit für die Zukunft zu machen und möglichst praxisnah junge Menschen aus- und weiterzubilden.“ Schulleiter Straubinger wies darauf hin, dass die Auszubildenden in Balingen nicht nur lernen, wie man Roboter programmiere, sondern überdies das Bewusstsein für IT-Sicherheit. „Spannend hier sei, dass die Ausbildenden in diesem Bottom-Up-Projekt ihr Wissen auch in die kleinsten Unternehmen mitnehmen und so auch dort eine Sensibilität für Daten und deren Sicherheit entsteht“, sagt Rosemann in Balingen. Das sei der richtige Weg um auch kleine und mittlere Unternehmen fit zu machen in Sachen Digitalisierung. „Die Balinger Lernfabrik 4.0 hat mich wirklich überzeugt. Die Ausbildung ist ein Baustein wie jungen Menschen nicht nur aktuelle, sondern auch zukünftige Technik und ein Verständnis für eine sich verändernde Arbeitswelt mitgegeben werden“, so der Bundestagsabgeordnete. Auch im Handwerk oder auf dem Bau sei die Digitalisierung längst nicht mehr wegzudenken. Zum Schluss wollte der Bundestagsabgeordnete wissen, wie die Lehrerinnen und Lehrer es schafften, am Puls der Zeit zu bleiben. Schulleiter Straubingers Antwort: „Mit regelmäßigen Fortbildungen, direkt bei den Unternehmen oder Herstellern.“

„Als Arbeitsmarktpolitiker beschäftige ich mich viel mit dem digitalen Wandel und dem Transformationsprozess, der in der Arbeitswelt stattfindet. Hierfür sind Einblicke in die Praxis entscheidend“, weshalb der SPD-Bundestagsabgeordnete von April bis Juni viele Unternehmen, Forschungsgruppen und Institute in der Region besichtigt. Und Schulen, wie zuletzt die Kaufmännische Schule Albstadt und das Gewerbliche Schulzentrum in Balingen.