Lückenschlüsse an der B27 mit dem neuen Bundesverkehrswegeplan

Der Tübinger SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann freut sich, dass alle drei geplanten Verkehrsprojekte entlang der B27 im vordringlichen Bedarf des neuen Bundesverkehrswegeplans 2030 priorisiert wurden. „Nach jahrelangem Warten haben wir für diese wichtige Verkehrsachse in unserer Region endlich eine klare Perspektive“, begrüßt Martin Rosemann die Veröffentlichung des Bundesverkehrswegeplans am 16. März 2016. Die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf bestätige die große Bedeutung der B27 als zentrale Verkehrsachse.

„Damit besteht für den Schindhaubasistunnel, den vierspurigen Ausbau zwischen Bodelshausen und Nehren und die Ortsumfahrung Endingen eine realistische Chance bis 2030 angegangen zu werden. Die Landkreise Tübingen und Zollernalb werden durch die Verkehrsprojekte deutlich besser an die Metropolregion Stuttgart angebunden“, betont Rosemann. Dies sei auch für die lokale Wirtschaft von größter Bedeutung. Die gute Bewertung der Maßnahmen mache deutlich, welche Bedeutung die B27 nicht nur für die Region, sondern für die Gesamtnetzplanung des Bundes habe. Auch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger gegen die Lärm- und Verkehrsbelästigung und für eine leistungsstarke Infrastruktur in unserer Region sei damit belohnt worden.

Erst wenn Bauvorhaben im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgeführt sind, ist deren Realisierung in den nächsten 15 Jahren möglich. Die Priorität der Projekte ist darin festgeschrieben. Wann diese jedoch umgesetzt werden, hängt von weiteren Kriterien wie Nutzen-Kosten Verhältnis, Engpassbeseitigung, städtebauliche Beurteilung, Umwelt- und Naturschutzfachliche Beurteilung, Planungsstand sowie den verfügbaren Finanzmitteln ab.

Nicht nachvollziehen könne Rosemann dagegen, warum der Schindhaubasistunnel nicht unter Engpassbeseitigung falle und keine hohe Bewertung bei der städtebaulichen Bedeutung bekommen habe. Hier müsse das CSU-geführte Verkehrsministerium bis zur endgültigen Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplans nachbessern.

„Ich werde mich im Deutschen Bundestag dafür einsetzen, dass wir die entsprechenden Ausbaugesetze noch in diesem Jahr verabschieden können. Wenn es uns gelingt, zügig Baurecht herzustellen und die Finanzierung sicherzustellen, rückt der Baubeginn in greifbare Nähe“, so Martin Rosemann.

Zuletzt habe die IHK mit ihrer Aktion „Uns reicht´s: B27 jetzt!“ dem Verkehrsministerium noch einmal die Dringlichkeit des B27-Ausbaus deutlich gemacht. Mitte Februar übergab die IHK dem Verkehrsministerium in Berlin 270 Unterschriften von Bürgermeistern, Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Region, die sich für den Ausbau stark machen. „Auch ich habe mich an der Aktion beteiligt und freue mich daher umso mehr, dass wir damit etwas erreichen konnten. Das ist ein gutes Beispiel, dass sich gemeinsamer Einsatz lohnt“, wie Martin Rosemann abschließend sagte. Ab dem 21. März beginne eine sechswöchige Öffentlichkeitsbeteiligung, bei der die Bürgerinnen und Bürger gefragt sind sich noch einmal online für ihre Infrastruktur im Verkehrswegeplan stark zu machen.