Martin Rosemann: „Pflegepersonal in Krankenhäusern muss schnell und spürbar entlastet werden“

(06.04.2017) Die Große Koalition will eine dauerhaft bessere Ausstattung von Krankenhäusern mit Pflegepersonal durchsetzen. Das gibt der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann bekannt. Noch in dieser Legislaturperiode sollen die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um mehr Qualität in der Krankenhausversorgung und bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte zu sichern.

Verbindliche Mindestpersonalstandards kommen

„Die Pflegerinnen und Pfleger in den Krankenhäusern leisten jeden Tag Großartiges – gleichzeitig ist ihre Arbeitsbelastung oft unzumutbar hoch“, so Rosemann. „Seit langem setzt sich die SPD für verbindliche Mindestpersonalstandards ein. Es ist wissenschaftlich belegt, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen guter Qualität in der Krankenhausversorgung und der Anzahl von Pflegerinnen und Pflegern gibt.“

Rosemann begrüßt, dass die Ergebnisse der Expertenkommission „Pflegepersonal im Krankenhaus“ noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden können. Folgende Aspekte sind dabei zentral:

  • In bestimmten Bereichen sollen verbindliche Mindeststandards umgesetzt werden, gerade auf Intensivstationen sowie im Nachtdienst.
  • Die Kliniken werden nachhaltig finanziell gestärkt – der Pflegezuschlag steigt ab 2019 von 500 Mio. auf 830 Mio. Euro jährlich.
  • Krankenhäuser, die die Personaluntergrenzen nicht einhalten, sollen sanktioniert werden.
  • Hochaufwändige pflegerische Maßnahmen sollen besser bezahlt werden.

„Ergebnisse evaluieren und nachbessern“

„Wir werden im parlamentarischen Verfahren darauf achten, dass diese Ziele verbindlich umgesetzt werden“, erklärt Rosemann. Wichtig sei etwa, dass Pflegepersonal nicht einfach von einer Krankenhausstation auf einer anderen eingesetzt wird. Ebenso sollte gewährleistet sein, dass das eingesetzte Personal ausreichend fachlich qualifiziert ist.

„Auch muss eine ehrliche Bewertung zeigen, wo wir nachbessern müssen“, so Rosemann weiter. „Diese Maßnahmen sind ein wichtiges Zeichen an die Pflegerinnen und Pfleger, dass wir ihren enormen Einsatz honorieren. Dennoch kann dies nur ein erster Schritt sein, um langfristig zu generellen Personalbemessungsstands zu kommen“, so Rosemann abschließend.