Martin Rosemann zum Internationalen Frauentag am 8.3.2018 – Gleichstellung: Dem Fortschritt auf die Sprünge helfen

(07.03.2018) Der Internationale Frauentag am 8. März steht in diesem Jahr unter dem Zeichen „Press for Progress“. Das Weltwirtschaftsforum hat im vergangenen Jahr in seinem Global Gender Report errechnet, dass es unter den jetzigen Umständen noch 100 Jahre dauern wird, bis die Gleichstellung der Geschlechter erreicht ist. Dazu erklärt der Tübinger SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann: „Auch in Deutschland bleibt viel zu tun. Deshalb hat die SPD dafür gesorgt, dass zahlreiche gleichstellungpolitische Verbesserungen im Koalitionsvertrag verankert wurden.“

Recht auf befristete Teilzeit

So soll endlich das Recht auf befristete Teilzeit eingeführt werden: „Für die Gleichstellung der Geschlechter ist das ein Riesenschritt: Frauen und Männer haben endlich die Möglichkeit, nach einer Teilzeitphase wieder auf die vorherige Arbeitszeit aufzustocken – und nicht länger in der Teilzeitfalle stecken zu bleiben“, so Rosemann weiter.

Gewalt gegen Frauen bekämpfen

Einen besonderen Schwerpunkt setzen die Koalitionspartner bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. „Wir werden die betroffenen Frauen stärken, indem wir ihnen einen sicheren und geschützten Weg aus der Gewaltspirale ermöglichen: mit einem Aktionsprogramm zur Prävention von Gewalt, der Verbesserung des Hilfesystems und einer gesicherten Finanzierung von Frauenhäusern.“

Mehr Frauen in die Parlamente

Ein weiterer zentraler Aspekt sei die politische Repräsentation von Frauen: „Vor fast 100 Jahren haben Frauen das erste Mal gewählt und konnten gewählt werden. Sie selbst waren es, die für ihr selbstverständliches Recht auf die Straße gegangen sind und diesen bahnbrechenden Erfolg als ihren eigenen feiern konnten. Doch heute, fast ein Jahrhundert später, sind Frauen noch immer nicht angemessen in den Parlamenten beteiligt. Der Anteil von Frauen im Bundestag ist seit der jüngsten Bundestagswahl sogar gesunken: Von zuletzt 36,5 Prozent auf nunmehr 30 Prozent. Das ist eindeutig zu wenig“, betont Martin Rosemann. „Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass im Bundestag, im Europaparlament, in den Landtagen und den Kommunalparlamenten Frauen zur Hälfte das Sagen haben“, so Rosemann.