Mit Flüchtlingshelferinnen und -helfern im Gespräch

Lars Castellucci, Mitglied des Innen- und Europaauschusses im Deutschen Bundestag, war auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Martin Rosemann und der Landtagskandidatin Dorothea Kliche-Behnke am 29. Februar nach Tübingen gekommen, um sich den Fragen und Anregungen von Flüchtlingshelferinnen und -helfer anzunehmen.
„Engagierte vor Ort können uns durch ihre persönlichen Erfahrungen wichtige Informationen für unsere Arbeit geben. Nur so ist es uns möglich, auf einfachem und sinnvollem Weg geflüchteten Menschen zu helfen“, begrüßte Lars Castellucci die Engagierten von verschiedenen Unterstützerkreisen vor Ort sowie der Kirchen und dem Kinderschutzbund.

Lars Castellucci stellte in seinem Eingangsstatement vor allem drei Punkte heraus: die Minderung von Fluchtursachen sowie den humanitären Einsatz für Geflüchtete, die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger und schließlich den unermüdlichen Kampf für den Zusammenhalt Europa. Martin Rosemann betonte, dass es auch darum gehen müsse, das große Potential für Deutschland in den Flüchtlingen zu erkennen: „Über 50 Prozent der Schutzsuchenden sind unter 25 Jahren, 70 Prozent sind unter 35 Jahren, mehr als ein Viertel sind Kinder. Jetzt gilt es, die notwendigen Investitionen zu tätigen, um aus möglichst vielen von ihnen die Fachkräfte von morgen zu machen. Jetzt geht es um Integration. Das müssen wir in einer großen Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen, aber auch der Zivilgesellschaft hinbekommen.“

Über hohe bürokratische Hürden bei der konkreten Hilfe und Integration klagten die Ehrenamtlichen. Hier könne vieles im Sinne der Betroffenen vereinfacht werden, so der Tenor. „Die Hilfsbereitschaft der Menschen in unserer Region ist riesengroß und wir können dafür sehr dankbar sein. In dieser Debatte dürfen wir jedoch nicht anfangen, Menschen gegeneinander auszuspielen“, so Dorothea Kliche-Behnke.
Lars Castellucci betonte zum Abschluss, dass man Europa nicht aufgeben dürfe und dass „Europa zur Besinnung kommt“. Die Flüchtlinge von heute seien die Freunde, Nachbarn und Kollegen von morgen.