Neckarhub und Cyber Valley: Staatssekretär Böhning aus dem Bundesarbeitsministerium besucht auf Einladung von Martin Rosemann das digitale Tübingen

Robotern die Hand schütteln, seine Bewegungen vom Bodyscanner imitieren lassen und in die Tiefen der Digitalisierung abtauchen. Erst das Neckarhub, dann das Cyber Valley: Staatssekretär Björn Böhning aus dem Bundesarbeitsministerium ist der Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Martin Rosemann nach Tübingen und „in die digitale Zeit“ gefolgt. Böhnings Fachgebiet ist die digitale Arbeit. Er arbeitet an den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt. Hierfür hat der Staatssekretär im Ministerium eine eigene Denkfabrik eingerichtet.

Beim Fachdialog, zu dem Rosemann gemeinsam mit Stephan Dabels vom Neckarhub eingeladen hatte, diskutierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Arbeitsmedizin, den Kammern, den gewerblichen Schulen und Unternehmen darunter Start-Ups. Mit dabei waren auch IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Epp, Kreishandwerksmeister Norbert Schnitzler, der Reutlinger SPD-Landtagsabgeordnete Ramazan Selczuk und die Tübinger SPD-Kreisvorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzende Dorothea Kliche-Behnke. Dabei ging es vor allem um den Bedarf für schnelles Internet, die Ausstattung der Schulen durch den von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Digitalpakt,  aber auch darum, dass die Beschäftigten passgenau für ihren Bereich weitergebildet werden. „Damit die Beschäftigtem von heute die Arbeit von morgen machen können“,  so Rosemann.

Einen digitalen Daimler, nicht ein deutsches Facebook sei für ihn das strategische Ziel, so Böhning. Es gehe darum, die Stärke der deutschen Wirtschaft – die Forschung und Entwicklung, aber auch Produktion mit Hilfe der Digitalisierung zu unterstützen. Dafür brauche es Experimentierräume, in denen man ausprobieren dürfe und solle, sagt der Staatssekretär, und hierfür müsse der Staat Strukturen schaffen und die Wirtschaft unterstützen. „Und vor allem geht es darum die Beschäftigten mitzunehmen“, ergänzt Rosemann, der in der SPD-Bundestagsfraktion für Arbeit 4.0 zuständig ist, „immer mit dem Ziel aus technischem, auch sozialen Fortschritt zu machen“.

Einen Ausblick in den aktuellen Stand der Spitzenforschung gab es anschießend im Cyber Valley Tübingen. „Ich kann schon sagen, dass ich stolz bin, dass wir das Spitzenzentrum der Künstlichen Intelligenz Deutschlands bei uns in Tübingen haben“, so der Bundestagsabgeordnete, der dem Staatssekretär dieses Highlight nicht vorenthalten wollte. Ein ganzes Ökosystem schaffe man hier, das sich gegenseitig befruchtet und nach vorne treibt. Die Wirtschaft müsse sich dem erst öffnen und bereit sein, auch neue Wege zu gehen, wofür es mehr Offenheit benötige, so das Cyber Valley.

Der Bundestagsabgeordnete trifft sich von April bis Juni „in der digitalen Zeit“ mit Unternehmen, Wissenschaft und Bildung, um tiefe Einblicke in die Praxis der Digitalisierung in der Region zu bekommen.