Neuer Unterhaltsvorschuss: 505 Kinder profitieren zusätzlich im Kreis Tübingen

Die noch von SPD-Familienministerin Manuela Schwesig durchgesetzte Reform zum staatlichen Unterhaltsvorschuss erweist sich ein Jahr nach ihrem Inkrafttreten auch im Kreis Tübingen als voller Erfolg für Alleinerziehende und ihre Kinder. „Dieses Gesetz verringert das Armutsrisiko genau bei denjenigen, die davon am meisten bedroht sind“, erklärte die SPD-Kreisvorsitzende Dorothea Kliche-Behnke. „Das ist einfach nah am Leben.“

Zum Hintergrund: Alleinerziehende Mütter und Väter können vom Staat eine Vorschusszahlung bekommen, wenn der andere Elternteil keinen Unterhalt zahlt. Bis Juni 2017 war diese Leistung auf maximal 72 Monate begrenzt und ist nur bis zum zwölften Geburtstag des Kindes geleistet worden. Seither wird der Unterhaltsvorschuss bis zum 18. Lebensjahr gezahlt. Außerdem entfällt seitdem die Begrenzung der Bezugsdauer.
Hunderttausende Betroffene profitieren nun davon. Wurde der Vorschuss bis Juni 2017 bundesweit für 414 000 Kinder bezahlt, waren es Ende März 2018 fast 714 000 Kinder. Auch in Baden-Württemberg zeigt der Trend steil nach oben: Ende März erhielten 57 101 Kinder Leistungen nach dem Gesetz, Ende 2016 waren es noch 31 961. Und auch im Kreis Tübingen wirkte sich der Ausbau überaus positiv aus: Im Vergleich zum Juli 2017 mit 1472 Kindern gibt es aktuell 505 Kinder mehr, die zusätzlich von der Reform des Unterhaltsvorschusses profitieren.

„Für viele Alleinerziehende ist das eine echte Unterstützung, die direkt im Portemonnaie ankommt“, betonte auch der Tübinger Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann. „Die gegen Widerstände der Union durchgesetzte Neuregelung hat sich wirklich gelohnt. Wir werden auch weiterhin gegen Armut von Kindern ankämpfen.“