Reform des Urhebervertragsrechts im Bundeskabinett verabschiedet – Martin Rosemann: „Die Ausbeutung wird gestoppt und Kreative, Künstlerinnen und Künstler sollen zukünftig fairer bezahlt werden“

Der Tübinger SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann, begrüßt die Reform des Urhebervertragsrechts, die das Bundeskabinett am 16. März beschlossen hat. „Kreative, KünstlerInnen und UrheberInnen sollen zukünftig fairer bezahlt werden. Oft sind sie bei Vertragsabschlüssen auf sich alleine gestellt und nach dem Motto „Friss oder Stirb“ wurden ihnen Vertragsbedingungen diktiert. Das soll mit dem Gesetzesentwurf des Justizministers Heiko Maas nun aufhören“, wie Martin Rosemann am 17. März erklärt.

Rund 1,6 Millionen Menschen sind in der Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt, das seien zweimal so viele wie in der Automobilindustrie, betont Martin Rosemann die Bedeutung des Gesetzesentwurfes: „Viele Kreative und freiberuflich Arbeitende sind oft hochqualifiziert und sehr gut ausgebildet, bekommen dafür aber vergleichsweise wenig Geld.“ Gute und wichtige Arbeit müsse aber entsprechend entlohnt werden.

Künstlerinnen und Künstler, aber auch beispielsweise Journalistinnen und Journalisten sollen künftig einen Anspruch haben zu wissen, wo ihre Werke eingesetzt und wie viel Geld mit ihnen verdient werde. Nur so könne ein durchschlagender Erfolg der Urheberinnen und Urheber gewürdigt und durch nachträgliche Bezahlungen honoriert werden, so Martin Rosemann. Zudem unterstützt das Gesetz gemeinsame Vergütungsregeln der Kultur- und Kreativbranche. Interessenvertretungen der Branche, die bisher nur wenig Einfluss hatten, werden gestärkt.

„Gute Arbeit muss fair bezahlt werden und ich freue mich, dass wir in der Kultur- und Kreativwirtschaft mit der Gesetzesinitiative den Weg hierfür bereiten. Getan werden muss hierfür trotzdem noch viel. Doch daran arbeitet die SPD-Bundestagsfraktion zum Beispiel in meiner Projektgruppe #NeueZeiten, in der wir uns mit alternativen Möglichkeiten der sozialen Absicherung für Selbständige, wie in der Kulturbranche, beschäftigen“, wie der Tübinger Abgeordnete abschließend betont.