Rosemann tritt wieder an: „Viel erreicht und noch viel vor!“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Tübingen-Hechingen Martin Rosemann tritt erneut zur Bundestagswahl 2017 an. Bei der Nominierungsversammlung am 12. November in Ofterdingen bewerbe er sich um die Unterstützung der SPD-Mitglieder im Wahlkreis. Dies hat der 39-jährige Familienvater bereits den Kreisvorständen der SPD im Kreis Tübingen und im Zollern-Alb-Kreis mitgeteilt. Der promovierte Volkswirt und Arbeitsmarktexperte gehört seit 2013 dem Bundestag an. Er ist Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales und rentenpolitischer Sprecher seiner Fraktion.

„Die SPD wird gerade jetzt gebraucht, um den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu bewahren, die demokratische Gesellschaft und das vereinte Europa zu verteidigen. Wir sind die Partei, die den Wandel gestalten will“, sieht der SPD-Bundestagsabgeordnete die Aufgabe seiner Partei.

Der Tübinger Bundestagsabgeordnete zieht eine positive Bilanz seiner ersten drei Jahre im Bundestag: Das Land sei insgesamt in einer guten Verfassung und deshalb auch in der Lage die hohe Zahl an Flüchtlingen aufzunehmen und zu integrieren. „Mit dem Mindestlohn, dem frühzeitigen Renteneintritt nach 45 Versicherungsjahren, der Mütterrente und Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente haben wir Gerechtigkeitslücken geschlossen“, so Martin Rosemann. Auch bei der Pflege habe es durch den Eintritt der SPD in die Regierung Leistungsverbesserungen gegeben. Nun folgten die Regulierung von Leiharbeit und Werkverträgen: „Mein Anspruch ist, dass wir die Lebenssituation von den Leuten verbessern, die Vollzeit arbeiten und trotzdem nichts haben. Und da sind wir in dieser Wahlperiode einige Schritte weitergekommen.“

Eigene Akzente konnte Martin Rosemann vor allem in der Renten- und Arbeitsmarktpolitik setzen. Das im Herbst zur Verabschiedung vorgesehene Flexi-Renten-Gesetz trage mit der Stärkung vom Prävention und Rehabilitation sowie einer attraktiveren und flexibleren Teilrente vor allem die Handschrift des Tübinger Abgeordneten. Eng begleitet Rosemann auch die Bemühungen der Bundesregierung für eine stärkere Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge. Bei der Verbesserung der Arbeitsförderung konnte der Arbeitsmarktexperte ebenfalls eigene Ideen einbringen. Die Einführung einer sechsmonatigen Nachbetreuung auch nach einer Beschäftigungsaufnahme und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Teilzeitausbildung seien ein Beispiel hierfür. „Ein Ansatz, der gerade für die Unterstützung von Alleinerziehenden bei uns vor Ort eine wichtige Rolle spielt“, so der Tübinger Bundestagsabgeordnete.

Auch für den Wahlkreis fällt Martin Rosemanns Bilanz positiv aus. Mit der B28neu zwischen Tübingen und Rottenburg werde ein zentrales Verkehrsprojekt umgesetzt. Die Lückenschlüsse der B27 kämen im Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf. Und auch für die Regionalstadtbahn gäbe es durch die vereinbarte Fortsetzung der Bundesmittel aus dem GVFG Planungssicherheit.

In der kommenden Wahlperiode muss nach Rosemanns Worten mehr Steuergerechtigkeit ganz oben auf der Tagesordnung stehen: „Es ist nicht nachvollziehbar, dass unserem Staat in jedem Jahr mehr als 150 Milliarden Euro durch Steuervermeidung und Steuerhinterziehung verloren gehen und dass hohe Kapitaleinkommen geringer besteuert werden als Einkommen aus Arbeit.“ Auch die Einführung der solidarischen Bürgerversicherung sei eine zentrale Gerechtigkeitsfrage. Und auch in seinem Spezialgebiet – der Rentenpolitik – sieht Rosemann weiteren Reformbedarf. So wolle er mit einer konsequenten Finanzierung von gesamtgesellschaftlichen Aufgaben – wie der Mütterrente – durch Steuern verhindern, dass das Rentenniveau wie prognostiziert absinkt. Auch bei der Altersvorsorge will er durch die Einbeziehung von Selbständigen einen großen Schritt zu einer Versicherung für alle Erwerbsformen gehen.

„Viel erreicht und noch viel vor!“, erklärt der Tübinger Bundestagsabgeordnete abschließend.