Rosemann und Schmid begrüßen Einigung bei Siemens – SPD-Abgeordnete: Standort wird langfristig gesichert – Weitere Perspektive für industrielle Arbeitsplätze in Kilchberg

(15.08.2017) Die beiden SPD-Abgeordneten Martin Rosemann (Bundestag) und Nils Schmid (Landtag) haben die Einigung zwischen Arbeitgeberseite und Betriebsrat für die Zukunft von Siemens in Kilchberg begrüßt. Schmid und Rosemann hatten durch Gespräche mit Verantwortlichen bei Siemens die Bemühungen des Betriebsrats für den Erhalt der Montagearbeitsplätze in Kilchberg unterstützt.

„Natürlich ist es bedauerlich, dass auch nach dem Kompromiss bis 2021 bis zu 249 Arbeitsplätze am Standort wegfallen werden. Entscheidend ist aber, dass die Montage im Wesentlichen in Kilchberg verbleibt und dass der Standort seine Lead-Funktion erhält und damit vom Wachstum des Getriebemotorenmarktes profitieren kann. Damit werden statt 337 Arbeitsplätzen der gesamten Montage lediglich 83 Arbeitsplätze in Randbereichen ins tschechische Mohelnice verlagert. Das stärkt den Standort Kilchberg langfristig und darauf kommt es an“, so Martin Rosemann.

Nils Schmid betont, dass diese Lösung durch eine umfassende Digitalisierungsstrategie am Standort ermöglicht wird, die zwar auch Arbeitsplätze kostet, den Standort aber langfristig sichert. Der ehemalige baden-württembergische Wirtschaftsminister lobte den Betriebsrat und die IG Metall für ihre weitsichtige Haltung. „Der Betriebsrat hat einen großen Anteil daran, dass es zu dieser guten Lösung gekommen ist. Er hat mit seinen Alternativvorschlägen dafür gesorgt, dass wieder Bewegung in die Sache gekommen ist. Es ist nicht selbstverständlich, dass Arbeitnehmervertreter vor ihre Belegschaften treten und zu einem Kompromiss stehen, der auch Arbeitsplätze kostet.“ Schmid lobte aber auch die Verantwortlichen bei Siemens dafür, dass sie sich am Ende für den Standort Kilchberg entschieden hätten und die notwendigen Investitionen sicherstellen.

Nils Schmid und Martin Rosemann hoben erneut die Bedeutung industrieller Arbeitsplätze für den Standort Tübingen hervor. Dass diese nun langfristig gesichert würden, sei ein großer Erfolg für die Beschäftigten, aber auch für die Politiker, die dieses Ziel unterstützt haben. Wichtig sei es nun, dass der Digitalisierungsprozess am Standort schnell begonnen werde und die Beschäftigten dabei mitgenommen würden. Der dennoch notwendige Arbeitsplatzabbau müsse sozialverträglich erfolgen. „Nach unseren Gesprächen haben wir aber den Eindruck, dass das auch gewährleistet ist,“ so die beiden SPD-Politiker abschließend.