Rosemanns Pflegepraktikum in Burladingen

Martin Rosemann: „Hier wird gemeinsam gekocht, gegessen und gelebt“

An seinem Tag der Pflege ist der Tübinger SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann auch im Haus Fehlatal in Burladingen zu Gast. „Es geht mir darum selbst mit anzupacken. Die Pflege und seine Herausforderungen selbst zu erleben, statt nur darüber zu diskutieren“, weshalb sich der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitiker kurzer Hand zum Praktikum angemeldet hat. Zudem sei das die Chance mit Pflegerinnen, Pflegern und den Menschen in den Einrichtungen richtig ins Gespräch zu kommen. „Die Leute waren überrascht mich zu sehen, das hat mich gefreut“, berichtet Rosemann.

Beeindruckt zeigt sich der Bundestagsabgeordnete vom Hausgemeinschaftskonzept der BeneVit Pflegeeinrichtung, wo die zwölf Bewohnerinnen und Bewohner der Gruppe im Wohnzimmer vor dem Holzofen auf ihn warteten. „Pflege darf nicht Krankenhausatmosphäre bedeuten, sondern den Menschen soll ein neues Zuhause geboten werden in dem sich alle wohlfühlen. Genau das setzt das Haus Fehlatal um. Hier wird gemeinsam gekocht, gegessen und gelebt und die Menschen werden nicht nur versorgt“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete.

Anlass des Tags der Pflege ist das im Bundestag eingebrachte Pflegepersonal-Stärkungsgesetz. „Die Pflege ist ein der zentralen Zukunftsthemen in einer immer älter werdenden Gesellschaft“, so der Tübinger Bundestagsabgeordnete. „Viele Menschen beschäftigt das Thema und es macht ihnen Sorgen“, weshalb er seinen Tag mit und in der Pflege verbringe, erklärt Martin Rosemann.

Das im Bundestag eingebrachte Gesetz zur Stärkung der Pflege soll mit 13 000 zusätzlichen Stellen in der Pflege eine spürbare Entlastung im Alltag der Pflegekräfte erreichen. Neben der besseren Personalausstattung geht es auch um die Arbeitsbedingungen: höhere Bezahlung, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und betriebliche Gesundheitsförderung für Beschäftigte in der Kranken- und Altenpflege. Zudem werden pflegende Angehörige unterstützt. In der Krankenpflege sollen zudem die Tarifkostensteigerungen in Zukunft vollständig refinanziert und die Personalkosten unabhängig von den Fallpauschalen finanziert werden.

„Die Rückmeldung aus den Einrichtungen waren durchaus interessiert. Dass wir mit dem Gesetz auf dem richtigen Weg sind, habe ich oft gehört“, so Rosemann nach „Pflege steht auf – Fachdialog gute Pflege“ am Abend. Doch man merkt, dass die Pflege von vielen Seiten unter Beschuss steht und mehr Unterstützung braucht – sei es in den Einrichtungen selbst, in den Kommunen, beim Land oder gegenüber den Leistungsträgern. Immerhin steht die Pflege jetzt auf und ist laut, das ist gut so! Darin müssen wir sie unterstützen, wo wir können“, so der Bundestagsabgeordnete an seinem Tag der Pflege abschließend.