„SPD erkämpft mehr Lohngerechtigkeit für Frauen“ – Martin Rosemann begrüßt Verabschiedung des Entgelttransparenzgesetzes

(30.03.2017) Der Deutsche Bundestag hat heute das von Ministerin Manuela Schwesig vorgelegte Entgelttransparenzgesetz beschlossen.

„Dieses Gesetz ist ein wichtiger Schritt zum Abbau von Lohnunterschieden bei Männern und Frauen“, erklärt dazu der Tübinger SPD-Abgeordnete Martin Rosemann. Heute würden Frauen in Deutschland durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer verdienen. Der größere Teil gehe dabei auf indirekte Diskriminierung in Form struktureller Unterschiede wie Gehaltsunterschiede zwischen verschiedenen Berufen, einen geringeren Stundenlohn bei Teilzeitbeschäftigung und die Tatsache, dass Frauen seltener in Führungspositionen sind, zurück. Daneben blieben noch sieben Prozent direkte Lohndiskriminierung, so der SPD-Arbeitsmarktexperte. „Das bedeutet, dass Frauen für die exakt gleiche Arbeit sieben Prozent weniger verdienen als Männer.“

Die Reform setze mit der Lohntransparenz an einem entscheidenden Punkt an: „Klarheit, was man selbst im Vergleich zu anderen Beschäftigten verdient, ist die Grundlage, um Benachteiligungen zu beseitigen“, so Rosemann.

Für Betriebe mit mehr als 200 Beschäftigen wird daher mit dem Gesetz ein individueller Rechtsanspruch auf Information eingeführt, wie man im Vergleich zu anderen bezahlt wird. Unternehmen ab 500 Beschäftigten werden dazu aufgefordert, betriebliche Prüfverfahren zur Lohngleichheit durchzuführen.

„Schon heute zeigen Statistiken, dass die Lohnlücke dort deutlich kleiner ist, wo Tarifverträge gelten und Betriebsräte mitwirken“, ergänzt Rosemann. Das Gesetz stärke daher auch die Betriebsräte.

Der SPD-Abgeordnete geht davon aus, dass von diesem Gesetz mehr als 14 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitieren werden. Dabei dürfe man aber nicht stehenbleiben. Stattdessen müssten soziale Berufe besser bezahlt werden und Führungsfunktionen stärker auch in Teilzeit ermöglicht werden, so Rosemann abschließend.