Starke-Familien-Gesetz: Erste Schritte zu stärkeren Familien und gerechten Startchancen im Leben von mehr Familien

Martin Rosemann: „Es ist mir wichtig, dass nicht der Geldbeutel über die Chancen im Leben entscheidet“

Der erste Teil des Starke-Familien-Gesetzes ist in Kraft getreten, freut sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann: „Alle Kinder sollen die gleichen Startchancen im Leben haben, deshalb wurde das Kindergeld und der Kinderzuschlag erhöht und die Beantragung vereinfacht.“ Familien mit kleinem Geldbeutel würden durch das Gesetz gestärkt, unbürokratisch und einfach unterstützt. Davon profitierten vor allem Alleinerziehende, so Rosemann: „Alleinerziehende mit Unterhaltsvorschuss bekommen erstmals überhaupt einen Kinderzuschlag.“ Dieser Schritt ist extrem wichtig, da das Armutsrisiko von Alleinerziehenden immer noch zu hoch ist. Jedes Kind soll es packen und da darf nicht der Geldbeutel entscheiden – das ist mir wichtig!“

Ab 2020 können dann auch Familien bis in mittlere Einkommensbereiche hinein noch einen Kinderzuschlag beziehen. „Der Kinderzuschlag wird so gerechter, weil dann auch Eltern, die nur ein bisschen mehr verdienen, weiterhin Kinderzuschlag bekommen. Damit haben einfach mehr Menschen die Möglichkeit unterstützt zu werden“ und das sei wichtig um allen die gleichen Chancen zu ermöglichen, betont der SPD-Politiker.

Wer den Kinderzuschlag bekomme, müsse ab August 2019 auch keine Kita-Gebühren mehr bezahlen. Zudem hätten diese Familien Ansprüche auf weitere Leistungen wie aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, erklärt Rosemann: „Ab August tritt dann der nächste Teil des Starke-Familien-Gesetzes in Kraft: Schulbus und Mittagessen werden komplett umsonst sowie das Schulstarterpaket auf 150 Euro im Jahr erhöht.“

Der Bundestagsabgeordnete ermutigt Familien und Alleinerziehende den Kinderzuschlag und die neuen Möglichkeiten aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zu nutzen und diese Mittel auch zu beantragen: „Das Bildungs- und Teilhabepaket war bisher mit jeder Menge Bürokratie verbunden, das ist jetzt einfacher. Das ist für mich ganz wichtig.“

Beantragt werden kann der Kinderzuschlag wie auch das Kindergeld bei der Familienkasse in Pfullingen oder bei der Bundesagentur für Arbeit und beim Jobcenter vor Ort. Diese sitzen in Tübingen, im Zollernalbkreis in Hechingen, Balingen, Albstadt, sowie im Kreis Reutlingen in Reutlingen, Bad Urach und Münsingen.

„Grundsätzlich kann man das so genannten Bildungspaket dort beantragen, wo man ohnehin bereits betreut wird. Im Zollernalbkreis und Kreis Reutlingen sind die Jobcenter beispielsweise für Menschen zuständig, die Arbeitslosengeld 2 bekommen. In allen anderen Fällen sind die Landratsämter zuständig. Ausnahme ist wenn man in Reutlingen selbst wohnt, dann beantragt man das Bildungspaket gleich bei der Stadt. Im Landkreis Tübingen hingegen läuft alles über das Landratsamt. Die Bildungs- und Teilhabepaketanträge kann man jedoch in jedem der drei Landkreise auch bei der jeweiligen Stadt oder Gemeinde abgeben. Die Anträge bekommt man vor Ort oder auch online“, erklärt Rosemann abschließend.