Tübinger Betriebs- und PersonalrätInnen zum Dialog mit der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin

Martin Rosemann: „Arbeit muss zum Leben passen – sei es in der Uniklinik, im Landratsamt Tübingen oder in der freien Wirtschaft!“

Die Arbeitszeitpolitik der Zukunft ist im Mittelpunkt der diesjährigen Betriebs- und PersonalrätInnenkonferenz der SPD-Bundestagsfraktion gestanden. Rund 270 Betriebs- und PersonalrätInnen aus ganz Deutschland kamen hierfür nach Berlin und auch die Region Tübingen war bestens vertreten. „Arbeitszeit ist Lebenszeit! Deshalb braucht Arbeitszeit auch seine Grenzen! Ich bin der Meinung, dass Beschäftigte über Dauer und Ort ihrer Arbeit mehr mitentscheiden sollten“, betonte der Tübinger Bundestagsabgeordnete in Berlin. Es gehe schlussendlich darum, dass die Arbeit zum Leben passe und nicht andersherum. „Ob an der Uniklinik, im Landratsamt oder der freien Wirtschaft“, so Rosemann mit Hinblick auf die Personalrätin Katrina Binder vom Uniklinikum, Personalrat Hans-Dieter Bauschert vom Landratsamt Tübingen und Betriebsrat Gerhard Boehmler von Data Group, die zur Konferenz nach Berlin gereist waren.

Die Gestaltung von Arbeitszeit gehöre zu den Kernaufgaben von Betriebs- und PersonalrätInnen, weshalb es extrem wichtig sei, sich intensiv auszutauschen. „Wer Zeit für Weiterbildung, Ehrenamt, für die Kinder, die Eltern oder Partner braucht, der soll sie auch bekommen“, stellt der Arbeitsmarktexperte klar. „Dies haben auch die Debatten über Arbeitszeitpolitik mit Andrea Nahles, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, dem IG-Metall-Bevollmächtigten Roman Zitzelsberger und zahlreichen Expertinnen und Experten gezeigt“, so Rosemann. Mit der Regelung zur befristeten Teilzeit, mit dem Recht zur Rückkehr auf die vorherige Arbeitszeit sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gemacht. „Wir freuen uns, dass der Gesetzentwurf zur so genannten Brückenteilzeit diese Woche im Bundestag debattiert wird – und die Regelungen schon ab nächstem Jahr gelten sollen“, erklärt der Arbeitsmarktexperte.

Gerade vor dem Hintergrund von Globalisierung und Digitalisierung brauchen wir verbindliche Regeln zur Arbeitszeit und mehr Mitbestimmung für die Beschäftigten. „Die SPD steht für Gute Arbeit ein. Gute Arbeitsbedingungen zu schaffen bedeutet auch, der Arbeitszeit Grenzen zu setzen“, betont Rosemann abschließend.