„Vollzeit oder Teilzeit? Jeder entscheidet ab 2019 selbst“

Schluss mit Teilzeitfall – Bundestag verabschiedet Brückenteilzeit

 „Mit der Verabschiedung der Brückenteilzeit am Donnerstag im Bundestag ist das Ende der Teilzeitfalle eingeläutet“, freut sich der Tübinger SPD-Abgeordnete über den Rechtsanspruch für Menschen auf Rückkehr in Vollzeit: „Ich bin der Meinung, dass die Arbeit zum Leben passen muss. Beruflich kürzer zu treten, für die Familie, fürs Ehrenamt oder eigene Projekte, das sollten wir unterstützen und dafür ist die Brückenteilzeit ein wichtiger Schritt.“

Als Leiter der Projektgruppe #NeueZeiten – Arbeits- und Lebensmodelle im Wandel der SPD-Bundestagsfraktion habe er den Grundstein für die Brückenteilzeit mit gelegt, hebt der Sozialdemokrat hervor. „Und das ist gut so! Niemand muss sich mehr rechtfertigen, warum man in Teilzeit geht und später dafür kämpfen wieder aufstocken zu dürfen. Jede und jeder entscheidet einfach selbst“, so Rosemann. Das sei der richtige Weg.

Bisher war die Teilzeit oft eine Einbahnstraße – vor allem für Frauen, erklärt der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitiker. Das sei nun vorbei. Ab 1. Januar 2019 haben Beschäftigte den Rechtsanspruch nach einer Teilzeitphase wieder Vollzeit zu arbeiten – und damit ein Recht auf befristete Teilzeit. Dies gilt uneingeschränkt in Unternehmen ab 200 Beschäftigten. Zwischen 45 und 200 Angestellten hat jeweils ein Teil der Beschäftigten einen solchen Anspruch. Zudem muss ein Arbeitsverhältnis mindestens sechs Monate bestehen. Auch für Menschen, die bereits in Teilzeit arbeiten, dies aber gerne ändern möchten, wird der Übergang zu einer Vollzeitstelle durch das Gesetz erleichtert.