„Weiterbildung ist die Antwort auf den digitalen Wandel. Dabei unterstützen wir die Beschäftigten.“

„Qualifizierung ist die zentrale Antwort auf den digitalen Wandel in der Arbeitswelt“, erklärt der Tübinger Bundestagsabgeordnete, Martin Rosemann, zu dem heute im Bundestag eingebrachten Qualifizierungschancengesetz, für das er als stellvertretender Sprecher für Arbeit und Soziales der SPD-Bundestagsfraktion federführend verantwortlich ist. Durch das Gesetz will der SPD-Politiker sicherstellen, dass von der Digitalisierung betroffene Beschäftigte die Weiterbildung bekommen, die sie benötigen: „Künftig können alle Beschäftigten – unabhängig von Qualifikation, Alter oder Betriebsgröße – von der Agentur für Arbeit bei ihrer Weiterbildung gefördert werden“, sagt Rosemann: „Die Förderung umfasst nicht nur Weiterbildungskosten, sondern auch Zuschüsse zum Arbeitsentgelt. Damit sorgen wir für Schutz und Sicherheit im Wandel.“

Die jüngst veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung habe gezeigt, wie nötig das Gesetz auch für die Beschäftigten im Wahlkreis sei. Vor allem im Zollernalbkreis ist die Beteiligung an Weiterbildung demnach bisher gering. Bislang sei der Bildungshintergrund für die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen entscheidend, so der Abgeordnete für Tübingen-Hechingen: „Der Bedarf, eine Weiterbildung zu machen, muss gemeinsam mit den Beschäftigten rechtzeitig erkannt werden. Genau deshalb schaffen wir einen Rechtsanspruch auf Weiterbildungsberatung und sorgen dafür, dass das bundesweit bei den Agenturen für Arbeit auch stattfindet.“

Auch die Zunahme von kurzfristigen Beschäftigungsverhältnissen zum Beispiel durch Projektarbeit sei eine Folge der Veränderungen in der Arbeitswelt, sagt Rosemann. „Deshalb erleichtern wir mit dem Qualifizierungschancengesetz den Zugang zur Arbeitslosenversicherung und erhöhen damit den Schutz bei Arbeitslosigkeit“, ergänzt der SPD-Politiker.

Für diese Zukunftsaufgaben braucht die Bundesagentur für Arbeit eine ausreichende Finanzierung, weshalb eine Mindestrücklage eingeführt werde.  Zudem sinkt der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung und Beschäftigten werden entlastet.

Insgesamt sei der Gesetzentwurf eine gute Balance zwischen Beitragsentlastung, Krisenrücklage und Investition in Weiterbildung. „Die Herausforderungen durch Digitalisierung und Strukturwandel kann man nur solidarisch lösen“, erklärt der Tübinger Bundestagsabgeordnete Rosemann abschließend.