„Wer sein Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt hat, muss auch eine anständige Rente bekommen.“

Martin Rosemann begrüßt Beschluss der Grundrente und rechnet vor

Rosemann: „Es freut mich sehr, dass die SPD sich nach jahrelangem Ringen durchsetzen konnte und die Lebensleistung von Menschen – vor allem von Frauen – nun endlich bei der Rente anerkannt wird!“

„Eine längst überfällige Anerkennung der Lebensleistung von Menschen, die ihr ganzes Leben lang auch zu geringem Lohn gearbeitet haben, ist nun geschafft“, kommentiert der Tübinger SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann den Beschluss zur Grundrente, der diesen Donnerstag im Bundestag ansteht. „Etwa 1,3 Millionen Rentnerinnen und Rentner werden profitieren und davon, aufgrund der Berücksichtigung von Kindererziehungs- und Pflegezeiten, zu 70 Prozent Frauen“.

Rosemann erklärt: „Einen Anspruch auf die Grundrente wird es schon ab 1. Januar 2021 geben, die Auszahlung folgt dann schrittweise und rückwirkend ab Juli 2021. Die Berechtigten bekommen sie automatisch ausgezahlt, wie die reguläre Rente auch. Hierzu gibt es einen automatischen Datenaustausch von Finanzbehörden und Rentenkassen um festzustellen, wessen Auskommen nicht durch andere Einkünfte gesichert ist. Ein Antrag ist also nicht nötig.“ Profitieren von der Grundrente, so Rosemann, werden Geringverdienende mit mindestens 33 Beitragsjahren durch Arbeit, Kindererziehung oder Pflege. Durch den Aufschlag sollten sie so gestellt werden, als ob sie im Erwerbsleben für 80 Prozent eines Durchschnittslohns gearbeitet hätten. „Diese Besserstellung niedriger Renten ergeben in Tübingen, als westdeutscher Stadt, bei einem Erwerbsleben von 35 Jahren etwa 925 Euro pro Monat“, ergänzt Rosemann.

Der stellvertretende Sprecher der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der SPD-Fraktion fügt hinzu, dass mit dem Beschluss zur Grundrente auch die Förderung der betrieblichen Altersversorgung für Geringverdiener verbessert wird. Die Einkommensgrenze für die Geringverdienerförderung bei arbeitgeberfinanzierten Beiträgen für die Betriebsrenten steigt von monatlich 2200 auf 2575 Euro. Dann könnten bis zu zwei Millionen zusätzliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von betrieblicher Altersvorsorge profitieren. Zudem wird die Förderung in Höhe von 30 Prozent in Zukunft bis zu einem Arbeitgeberbeitrag von 960 Euro pro Jahr gewährt. Das ist doppelt so viel wie bisher. “

Rosemann abschließend: „In dieser Woche stärken wir diejenigen in der Gesellschaft, die trotz großer Leistung eben nicht so viel auf dem Konto haben. Die Verhandlungen über die Grundrente waren ein langer Prozess, bei dem sich die SPD trotz Widerstand in der Union durchsetzen konnte. Wer sein ganzes Leben gearbeitet hat, soll mehr haben – ab nächstem Jahr wird dieser Wunsch nun endlich Realität!“